Rügen 2014

Nach zwei Urlauben an der Nordsee (Rømø 2010 und Wesselburenerkoog 2012) hat es uns auch 2014 wieder in den Norden gezogen. Diesmal wollten wir aber an die Ostsee und haben das Ferienhaus „Sonne, Sand und Meer“ in Breege  im nördlichen Teil Rügens gemietet. [print_gllr id=534] Wir waren gewarnt, dass Rügen Anfang August überlaufen ist – allerdings scheint der Großteil der Touristen Spätaufsteher zu sein 😉 Zumindest bis zu Mittag war von den prophezeiten Touristenmassen kaum etwas zu merken und am Nachmittag waren wir entweder am Strand in Breege/Juliusruh oder haben uns kleinere Orte wie z. B. Wiek, den ehemaligen Hafen von Polchow oder auch das Bodden-Ufer bei Lietzow angesehen.

Die berühmten Kreidefelsen Rügens haben wir aus zwei Richtungen „erforscht“: Einmal über eine entspannende Wanderung im Jasmund-Nationalpark von Lohme durch einen der größten Buchenwälder Europas zum Königsstuhl und einmal mit einer Ausflugsfahrt per Schiff vom Sassnitzer Stadthafen.An dem Tag der Schifffahrt war die Ostsee etwas rauer, was auf unserem Ausflugsschiff, der „MS Jan Cux“, aber nur noch halb so wild war – 1966 als Fischkutter gebaut, und im früheren Leben bis zu den Fanggründen in der Nordsee unterwegs war, hat sie genügend Tiefgang und lässt sich von ein paar Wellen nicht allzu leicht beeindrucken. Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal die Tipps gegen Seekrankheit im Kartenbüro der Jan Cux an Land, die wir auch beherzigt und vor der Fahrt ein leckeres Frühstück aus Kaffee und Bismark- und Kräutermatjesbrötchen bei der Kutterfisch Fischhalle im Hafen genossen haben. Abgesehen davon wurde auch noch zuerst mit dem Kapitän Rücksprache gehalten, ob wir mit unserer Jüngsten (4 Jahre) wegen des doch merklichen Seegangs die Fahrt überhaupt an diesem Tag machen sollten – erst nach dem OK wurden uns auch die Fahrkarten verkauft. Die „Jan Cux“ bzw. ihr Schwesterschiff die „MS Rügenland“ werden uns mit ziemlicher Sicherheit wieder sehen, vielleicht einmal auch im Herbst zum Hochseeangeln.

Den Sassnitzer Stadthafen haben wir dann noch ein zweites Mal besucht, diesmal auf Wunsch meiner Töchter, denen schon beim ersten Mal die „H.M.S. Otus, ein ausgemustertes Britisches U-Boot, das nun im Hafen vor Anker liegt, aufgefallen ist. Neben dem U-Boot haben wir auch das Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum besucht, der Eintritt inkludiert auch eine Führung auf der „MS HAVEL“, einem ehemaligen Fischkutter der einst stolzen Sassnitzer Fangflotte. Nur wenige Schiffe gleicher Bauart sind heute noch immer in der Nord- und Ostsee unterwegs, der Preisverfall bei Fisch bei gleichzeitigem Anstieg der Treibstoffpreise machen einen wirtschaftlichen Betrieb immer schwerer. Die Führung auf der MS Havel bis tief in den Maschinenraum war eines der vielen kleinen Highlights des Urlaubs, mit 10,00 Euro für die Familienkarte für Museum und Kutter dazu auch noch mehr als preiswert.

Mit Binz und Sellin haben wir auch zwei der typischen Ostsee-Bäder-Städte besucht, für die Hansestadt Stralsund am Festland hat leider die Zeit gefehlt – aber wir kommen sicher wieder.

Zum Fotografieren: Ab etwa 11.00 Uhr vormittags war das Licht Anfang August nicht mehr ideal, die meisten meiner Fotosausflüge habe ich gegen 5.30 Uhr in der Früh gestartet und wurde dafür auch einerseits mit großartigen Sonnenaufgängen belohnt, andererseits habe ich dabei auch immer das „Tagesprogramm“ für unsere Ausflüge zusammengestellt. Die beiden Olympus OM-Ds (E-M1 und E-M5) haben sich bewährt, die allermeisten Fotos entstanden dabei mit dem OLYMPUS M.12-40mm F2.8 Standardzoom, das speziell mit der E-M1 eine gut ausbalancierte – und performante – Kombi ergibt. Stativ und ND-Filter habe ich leider zu Hause gelassen, beim nächsten Besuch (vielleicht außerhalb der Sommersaison)  auf der Insel kommt beides mit – und auch noch ein Weitwinkelobjektiv.

Alle Bilder auf flickr (inkl. EXIF-Daten): https://flic.kr/s/aHsk1RtcWs